Erinnerungsorte: wo man Wiechert heute begegnet
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Wiecherts Lebensweg führte von Masuren über Königsberg, Berlin und Oberbayern bis an den Zürichsee. An vielen dieser Orte erinnern heute Tafeln, Museen, Straßen oder Denkmäler an ihn. Eine Übersicht für alle, die seinen Spuren folgen wollen.

Masuren (Polen)
- Piersławek (Kleinort): das Geburtshaus, das frühere Forsthaus. Gedenktafel auf Polnisch seit 1950, kleines Museum seit 1996, deutsche Tafel seit 1997. Mehr im Kapitel Kindheit in Masuren.
- Piecki (Peitschendorf): Dauerausstellung in der Gemeindebibliothek seit 2000; die Bibliothek trägt seit 2006 den Namen Ernst Wiecherts.
- Mrągowo (Sensburg): Ernst-Wiechert-Museum im alten Rathaus seit 2007.
Kaliningrad (Russland)
- Früheres Hufengymnasium: Gedenkstein seit 1995, Gedenkkabinett seit 2005 – dort, wo Wiechert in den 1920er Jahren unterrichtete (Lehrer in Königsberg und Berlin).
- Stadtmuseum: Ausstellungsteil zu Wiechert.
Deutschland
- Wolfratshausen: Der Ernst-Wiechert-Weg erinnert an den Gagert-Hof am Münsinger Berg, auf dem Wiechert von 1936 bis 1948 lebte. Am Tor des früheren Hofs steht seit 1975 ein Totenbrett, an der Loisachhalle seit 1983 ein Naturstein mit Porträtrelief.
- Degerndorf bei Münsing: Vom Erlös der Erstausgabe des „Totenwalds“ stiftete Wiechert drei Glocken für die katholische Kirche St. Michael.
- Gedenkstätte Buchenwald bei Weimar: Hier war Wiechert 1938 als Häftling Nr. 7188 inhaftiert (Buchenwald 1938).
- Berlin: Seit 1954 trägt eine Grundschule seinen Namen.
- Espelkamp: Eine Hauptschule wurde 1971 nach ihm benannt.
- Duisburg: Im Museum „Haus Königsberg“ gab es seit 1968 eine Gedenkecke.

Schweiz
- Stäfa am Zürichsee: Im Ortsteil Uerikon lebte Wiechert ab 1948 auf dem Rütihof; er starb dort am 24. August 1950 und wurde in Stäfa begraben. In der Kirche von Stäfa hatte er 1947 seine Goethe-Rede „Das zerstörte Menschengesicht“ gehalten (Reden nach 1945).
Hinweis für Besucher
Öffnungszeiten der kleinen Museen in Masuren ändern sich häufig und sind oft saisonal. Es lohnt sich, vorher bei den Gemeinden Piecki und Mrągowo nachzufragen. Die Angaben auf dieser Seite beruhen auf veröffentlichten Übersichten und sind ohne Gewähr; über Hinweise auf Änderungen freuen wir uns (Kontakt).
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